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Wie funktionieren automatische Hühnerklappen?
Die meisten automatischen Hühnerklappen auf dem Markt bestehen aus einer elektrischen Seilwinde, die eine in zwei Metallscharnieren befindliche Schiebetür nach oben und unten bewegt. Dieser Vorgang wird über eine Zeitschaltuhr oder einen Lichtsensor gesteuert und dauert bei den meisten Modellen etwa eine halbe Minute. Das gibt den Hühnern genug Zeit, den Stall zu verlassen bzw. wieder in ihm Schutz zu suchen. Die Tiere gewöhnen sich schnell an das Geräusch des Elektromotors und können bald vorhersagen, wann sich die Klappe öffnet und schließt. Trotzdem sollten Sie zu Beginn noch darauf achten, dass wirklich alle Tiere den Schließzeitpunkt am Abend mitbekommen haben und kein Nachzügler vor verschlossener Klappe steht.
Welche Größen für automatische Hühnerklappen gibt es?
Automatische Hühnerklappen werden in verschiedenen Größen hergestellt. Für die meisten Rassen empfiehlt sich eine Schiebetür von 22 x 33 cm. Zwerghühner-Besitzer kommen dagegen auch mit 18 x 25 cm aus. Wer größere Hühnerrassen wie Brahma oder Jersey Giant in seinem Stall hält, sollte auf Modelle mit einer Klappengröße von 40 x 50 cm zurückgreifen. Sollte die Klappe ein wenig zu klein geraten sein, ist das kein Weltuntergang. Hühner sind es gewohnt, sich auch durch engere Öffnungen zu zwängen. Sie müssen auch keine Angst haben, dass die Tiere von der Klappe eingezwickt werden, da der Motor bei selbstöffnenden Hühnerklappen automatisch stoppt, wenn er auf einen Widerstand stößt.
Für welche Tiere sind automatische Hühnerklappen geeignet?
Automatische Hühnerklappen sind, wie der Name bereits sagt, in erster Linie für Hühner ausgelegt. Wer möchte, kann diese Technik jedoch auch für Enten oder Gänse verwenden. Manche Hersteller bieten spezielle Klappen an, die sich nicht in der Funktionsweise, jedoch in der Größe von Hühnertüren unterscheiden. Automatische Entenklappen sollten etwa 30 x 45 cm messen, während Gänsehalter mit 34 x 55 cm ideal beraten sind.
Welche Arten von automatischen Hühnerklappen gibt es?
Bevor Sie sich für eine elektrische Hühnertür entscheiden, sollten Sie die folgenden wichtigen Unterscheidungsmerkmale kennen:
Die Art der Stromversorgung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie eine selbstöffnende Hühnerklappe mit Strom versorgen können. Verfügt Ihr Stall über einen Stromanschluss, bietet sich ein Modell mit Netzadapter an. Da dies jedoch in den meisten Fällen nicht gegeben ist, kommen häufig Batterien und Akkus zum Einsatz. Wer es besonders umweltfreundlich möchte und über einen Hühnerstall mit ausreichender Sonneneinstrahlung verfügt, kann seine elektrische Hühnerklappe auch mit Solarzellen betreiben.
Die Art der Steuerung
Die meisten elektrischen Hühnertüren lassen sich manuell über einen Knopf öffnen und schließen. Dies stellt jedoch nur eine Notlösung dar – schließlich soll die automatische Hühnertür, wie der Name schon sagt, automatisch arbeiten. Zwei Steuerungsarten haben sich für diesen Zweck durchgesetzt: Zeitschaltuhren und Lichtsensoren.
Mit einer Zeitschaltuhr können Sie Öffnungs- und Schließzeiten selbst programmieren – bei vielen Herstellern sogar gesondert für Wochentage und Wochenenden. Licht- oder Dämmerungssensoren erkennen dagegen automatisch, wann die Sonne auf- und untergeht. Teilweise lassen sich auch Feinjustierungen vornehmen, um bereits am frühen Abend oder erst bei totaler Dunkelheit zu schließen. Außerdem sind viele Lichtsensoren mit einer Verzögerungsfunktion ausgestattet: Damit können Sie etwa bestimmen, dass sich die Hühnerstalltür automatisch 30 oder 60 Minuten nach Sonnenuntergang schließt – perfekt um auch langsamen Tieren die Heimkehr zu ermöglichen. Mittlerweile sind die meisten Lichtsensoren so eingestellt, dass sie nicht bei kurzzeitiger Helligkeit, etwa bei Gewittern und Autolichtern, auslösen und die Stalltür aus Versehen öffnen.
Natürlich gibt es auch elektrische Hühnerklappen, die Zeitschaltuhr und Lichtsensor kombinieren. Das sorgt nicht nur für zusätzliche Sicherheit, sondern eröffnet auch mehr Möglichkeiten. So könnten Sie die Klappe morgens zu einer vorher programmierten Zeit öffnen lassen und einstellen, dass Sie abends wieder schließt, wenn ein gewisser Grad an Dunkelheit erreicht ist.
Mit oder ohne Selbstverriegelung
Die meisten Hühnertüren auf dem Markt sind aus stabilem Metall gefertigt, an dem sich Raubtiere die Zähne ausbeißen. Dennoch kann es sein, dass findige Marder und Füchse es schaffen, ihre Pfoten unter der Tür durchzuschieben. Automatische Hühnerklappen mit Selbstriegelungsfunktion verhindern dies, indem sie die Tür automatisch versperren, wenn sie ganz heruntergelassen ist. Diese Funktion gibt Hühnerhaltern zusätzliche Sicherheit, wird jedoch von den meisten Herstellern noch nicht angeboten.
Einfache oder erweiterte Stoppfunktion
Sollte ein Huhn sich während des Schließvorgangs unter der Klappe befinden, wird der Seilzug schlaff und der Motor schaltet sich ab. Bei den meisten Modellen bleibt die Schiebetür nun auf dem Tier liegen, bis dieses sich befreit hat. Manche Geräte besitzen jedoch eine Funktion, die die Klappe automatisch wieder hochzieht, wenn sie auf einen Widerstand stößt. Erst danach wird der Schließvorgang erneut versucht.
Wie montiert man eine automatische Hühnertür?
Die Montage einer elektrischen Hühnertür stellt keine große Herausforderung dar – vor allem nicht, wenn Steuerungsgerät und Klappe vom selben Hersteller stammen. Zuerst befestigen Sie die zwei Führungsschienen für die Tür links und rechts neben dem Stalleingang mit Schrauben. Darüber wird dann das Steuerungsgerät mit Elektromotor und Seilwinde angebracht. Dann gilt es noch, die Klappe in den (am besten eingefetteten) Führungsschienen zu positionieren, sodass diese sich reibungslos nach oben und unten bewegen kann. Zum Schluss müssen Sie die Klappe per Seil mit der Winde verbinden. Achten Sie darauf, dass das Seil gerade nach unten hängt, und fertig ist die automatische Hühnertür! Nun können Sie testen, ob die Tür bei Inbetriebnahme auch vollständig geöffnet und geschlossen wird. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich die Montage in 15–30 Minuten erledigen.